Bienenableger kaufen – der Start eines neuen Bienenvolkes
Wer seine Imkerei vergrößern, nach einem Völkerverlust wieder aufstocken oder mit den ersten eigenen Bienenvölkern beginnen möchte, stößt früher oder später auf den Begriff Ableger. Bienenableger werden von Imkern gebildet, um neue Völker aufzubauen – für den eigenen Bienenstand oder zur Abgabe an andere Imker.
Damit sind Ableger ein echtes Imkerprodukt von Imker zu Imker. Anders als Honig, Bienenwachs oder Propolis richtet sich das Angebot nicht an den klassischen Endkunden. Wer einen Bienenableger kauft, übernimmt ein lebendes, junges Bienenvolk und begleitet dessen weitere Entwicklung. Doch was genau bekommt man eigentlich, wenn man einen Ableger kauft? Wie unterscheidet er sich von einem Bienenschwarm oder einem Wirtschaftsvolk? Und worauf sollte man beim Kauf achten?
Was ist ein Bienenableger?
Ein Bienenableger ist ein vom Imker künstlich gebildetes junges Bienenvolk. Dazu werden einem bestehenden Bienenvolk Bienen und Brut entnommen und zu einer neuen Einheit zusammengestellt. Ein typischer Ableger besteht aus mehreren Waben mit Brut und ansitzenden Bienen. Dazu kommen ausreichend Futter bzw. Futterreserven und eine Königin – oder zumindest die Voraussetzung dafür, dass das junge Volk eine eigene Königin bekommt.
Aus dieser zunächst relativ kleinen Einheit entwickelt sich im Laufe der folgenden Wochen und Monate ein kräftiges, eigenständiges Bienenvolk. Der Begriff „Ableger“ beschreibt allerdings keine exakt festgelegte Größe. Ein frisch gebildeter kleiner Ableger kann sich erheblich von einem kräftigen, bereits mehrere Wochen alten Ableger unterscheiden. Wer einen Bienenableger kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Begriff achten, sondern darauf, was tatsächlich angeboten wird.
Warum bilden Imker Ableger?
Die Ablegerbildung gehört zu den klassischen Arbeiten in der Imkerei. Dabei geht es keineswegs nur darum, Bienenvölker zu verkaufen. Ein wichtiger Grund ist die Vermehrung des eigenen Völkerbestandes. Aus einem starken Bienenvolk können Brut und Bienen entnommen werden, aus denen ein weiteres Volk entsteht. Gleichzeitig kann die Entnahme von Brut und Bienen ein Wirtschaftsvolk entlasten und Bestandteil der Schwarmvorbeugung sein. Ableger können außerdem genutzt werden, um junge Königinnen einzuweiseln, Völkerverluste auszugleichen oder den eigenen Bestand gezielt zu verjüngen. Für manche Imkereien gehört deshalb auch die Abgabe von Ablegern an andere Imker zur normalen Betriebsweise.
Wie entsteht aus einigen Waben ein neues Bienenvolk?
Am Anfang eines Ablegers stehen meist Brutwaben mit ansitzenden Bienen. Je nach Methode kommen weitere Bienen, Futterwaben, Leerwaben mit Mittelwände hinzu. Entscheidend ist anschließend die Königin. Eine Möglichkeit besteht darin, dem neuen Ableger direkt eine junge Königin zuzusetzen. Diese kann bereits begattet sein und mit der Eiablage beginnen bzw. schon in Eilage sein. Eine andere Möglichkeit ist eine reife (schon länger verdeckelt) Weiselzelle, aus der die zukünftige Königin erst noch schlüpft. Auch kann ein Ableger aus geeigneter junger Brut selbst eine neue Königin nachziehen. Imker sprechen dann häufig von einem Nachschaffungsableger.
Bis aus den wenigen Waben ein kräftiges Bienenvolk geworden ist, braucht es Zeit. Neue Arbeiterinnen schlüpfen, weitere Brut wird angelegt, Waben werden ausgebaut und das Brutnest wächst. Genau das macht einen Ableger auch für Neuimker interessant: Sie bekommen kein bereits riesiges Volk vorgesetzt, sondern können beobachten, wie sich ihr Bienenvolk Schritt für Schritt entwickelt.
Welche Rolle spielt die Königin?
Die Königin ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale eines Bienenablegers. Bei einem bereits etablierten Verkaufsableger ist eine begattete und legende Königin besonders interessant. Der Käufer kann dann bei der Durchsicht erkennen, ob Brut vorhanden ist und sich das Volk entsprechend entwickelt. Bei Angeboten findet sich häufig die Bezeichnung „standbegattete Königin“. Dabei ist die junge Königin zur natürlichen Begattung ausgeflogen und hat sich mit Drohnen aus der Umgebung gepaart.
Für die normale Imkerei kann eine solche Königin hervorragend geeignet sein. Wer dagegen gezielt züchten möchte und besonderen Wert auf eine kontrollierte Abstammung legt, kann nach Königinnen aus Belegstellenbegattung suchen. Beim Kauf eines Ablegers lohnt sich deshalb die Frage: Woher stammt die Königin, aus welchem Jahr ist sie und ist sie bereits sicher in der Eiablage?
Wann kann man Bienenableger kaufen?
Die typische Zeit für die Bildung von Ablegern liegt im Frühjahr und Frühsommer. Wann genau ein Imker Ableger bilden und abgeben kann, hängt von vielen Faktoren ab: Wetter, Region, Trachtverhältnisse und natürlich von der Entwicklung seiner Bienenvölker.
Dabei ist der Zeitpunkt der Bildung nicht automatisch auch der Zeitpunkt der Abgabe. Wird die Königin beispielsweise erst im Ableger nachgezogen, muss sie zunächst schlüpfen, sich begatten und anschließend mit der Eiablage beginnen. Ein gut entwickelter Verkaufsableger kann deshalb bereits einige Wochen alt sein.
Je früher ein Ableger im Jahr gebildet wird, desto länger hat er normalerweise Zeit, sich bis zum Winter zu entwickeln. Später gebildete Ableger können ebenfalls zu kräftigen Völkern heranwachsen, benötigen aber entsprechend gute Bedingungen und eine angepasste Versorgung.
Daneben werden im Frühjahr überwinterte Ableger bzw. Jungvölker angeboten. Diese haben bereits einen Winter hinter sich und starten entsprechend weiter entwickelt in die neue Saison. Ein überwintertes Jungvolk ist deshalb nicht unmittelbar mit einem frisch gebildeten Ableger aus dem Frühsommer vergleichbar.
Für wen ist ein Ableger interessant?
Ableger sind für ganz unterschiedliche Imker interessant.
Ein Neuimker kann mit einem oder mehreren Ablegern in die eigene Bienenhaltung starten. Bestehende Imkereien können mit zugekauften Ablegern ihren Völkerbestand vergrößern oder Winterverluste ausgleichen. Auch wer eine bestimmte Königin oder Herkunft interessant findet, kann über einen Ableger neues genetisches Material an den eigenen Bienenstand bringen.
Gerade für Anfänger hat ein Ableger einen weiteren Vorteil: Ein junges Volk besitzt zunächst deutlich weniger Bienen als ein starkes Wirtschaftsvolk. Die ersten Durchsichten können dadurch übersichtlicher sein. Das sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch ein Ableger bereits ein eigenständiges Bienenvolk ist, das fachgerecht betreut werden muss.
Der Unterschied zwischen Ableger und Wirtschaftsvolk
Ein Wirtschaftsvolk ist ein bereits stark entwickeltes Bienenvolk, das in der Saison beispielsweise zur Honigernte eingesetzt werden kann. Ein Ableger befindet sich dagegen noch im Aufbau.
Wer im Frühjahr ein starkes Wirtschaftsvolk kauft, übernimmt unter Umständen innerhalb kurzer Zeit mehrere zehntausend Bienen und muss sich unmittelbar mit Schwarmkontrolle, Honigräumen und einer schnellen Volksentwicklung beschäftigen. Bei einem Ableger verläuft diese Entwicklung langsamer. Dafür sollte ein Käufer normalerweise auch nicht erwarten, mit einem frisch gekauften Ableger sofort eine große Honigernte einzufahren. Sein wichtigstes Ziel ist zunächst, sich zu einem gesunden und ausreichend starken Bienenvolk zu entwickeln.
Der Unterschied zwischen Ableger, Bienenschwarm und Paketbienen
Die Begriffe werden gelegentlich miteinander vermischt, beschreiben aber sehr unterschiedliche Formen eines neuen Bienenvolkes.
Ein Ableger wird vom Imker gezielt gebildet. Er besteht aus Bienen, Brut und Waben und besitzt entweder bereits eine begattete Königin oder bekommt eine. Ein Naturschwarm entsteht dagegen durch das natürliche Schwarmverhalten der Honigbienen. Ein Teil des bestehenden Volkes verlässt gemeinsam mit einer Königin den Bienenstock und sammelt sich zunächst als Schwarmtraube. Wird dieser Schwarm eingefangen, besitzt er anfangs keine Brutwaben. Die Bienen beginnen in ihrer neuen Behausung selbst mit dem Wabenbau.
Daneben gibt es Kunstschwärme bzw. Paketbienen. Hier stellt der Imker eine bestimmte Menge Bienen künstlich zusammen. Anders als beim Ableger werden dabei keine Brutwaben mitgegeben. Eine Königin wird dem Kunstschwarm bzw. Bienenpaket zugesetzt oder gemeinsam mit ihm abgegeben. Vereinfacht lässt sich der Unterschied so zusammenfassen:
Ableger: Bienen + Königin + Waben + Brut
Kunstschwarm/Paketbienen: Bienen + Königin, aber keine Brutwaben
Naturschwarm: natürlich abgeschwärmte Bienen mit Königin, zunächst ohne Brutwaben
Das Wabenmaß: vor dem Kauf unbedingt klären
Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines Ablegers wird von Einsteigern leicht übersehen: das Rähmchen- bzw. Wabenmaß. In Deutschland werden zahlreiche unterschiedliche Beutensysteme verwendet. Verbreitet sind beispielsweise Deutsch Normalmaß, Zander und Dadant, daneben gibt es Langstroth und weitere Maße und Varianten.
Da ein Ableger mitsamt seinen Brutwaben übernommen wird, sollte das Rähmchenmaß zur vorhandenen Beute des Käufers passen. Wer beispielsweise mit Zander imkert, sollte deshalb nicht versehentlich einen Ableger auf Deutsch Normalmaß kaufen. Dabei sollte nicht nur die grundsätzliche Bezeichnung des Systems geklärt werden. Je nach Beutensystem können auch unterschiedliche Rähmchen- oder Zargenhöhen eine Rolle spielen. Anders sieht es bei Kunstschwärmen oder Paketbienen aus. Da hier keine Brutwaben übernommen werden, ist man hinsichtlich des Rähmchenmaßes wesentlich flexibler.
Das verwendete Wabenmaß gehört deshalb zu den ersten Fragen, die vor dem Kauf eines Bienenablegers geklärt werden sollten.
Worauf sollte man beim Kauf eines Ablegers achten?
„Ableger zu verkaufen“ sagt zunächst noch relativ wenig über das tatsächliche Angebot aus. Zwei angebotene Ableger können sich hinsichtlich Stärke, Alter und Entwicklungsstand erheblich unterscheiden. Ein Käufer sollte deshalb beispielsweise wissen, wie viele Waben er übernimmt und wie viele davon mit Brut besetzt sind. Ebenso interessant ist, wie lange der Ableger bereits besteht und wie kräftig er entwickelt ist.
Von besonderer Bedeutung ist die Königin: Ist sie begattet? Legt sie bereits? Aus welchem Jahr stammt sie? Ist ihre Herkunft bekannt? Ist sie gezeichnet? Bei einer bereits legenden Königin lohnt sich außerdem ein Blick auf das Brutnest. Sind unterschiedliche Brutstadien vorhanden? Passt der Umfang der Brut zur Stärke des Volkes und sind genügend Bienen vorhanden, um die Brut zu pflegen?
Auch der Zustand der Waben ist interessant. Sehr alte und stark verdunkelte Waben sind etwas anderes als jüngeres Wabenwerk. Ebenso sollte eine ausreichende Futterversorgung vorhanden sein.Darüber hinaus sollte der Käufer nach dem bisherigen Varroakonzept fragen. Wurde der Ableger bereits behandelt? Wann fand die Behandlung statt und welche weiteren Maßnahmen sind vorgesehen?
Keines dieser Merkmale allein garantiert ein gesundes und leistungsfähiges Volk. Zusammengenommen geben sie dem Käufer aber ein wesentlich besseres Bild davon, was tatsächlich angeboten wird. Ein seriöser Austausch zwischen Käufer und Verkäufer ist deshalb häufig wertvoller als eine möglichst lange Produktbeschreibung.
Bienengesundheit: Mit den Waben reist mehr als nur das Bienenvolk
Beim Kauf eines Ablegers wechseln nicht nur Bienen und Königin den Standort. Auch die Brutwaben stammen aus dem Bestand des Verkäufers. Damit spielt die Bienengesundheit beim Kauf eine besondere Rolle. Krankheiten der Brut können grundsätzlich auch über Bienen, Brut oder Waben verbreitet werden. Gerade deshalb sollte die Herkunft eines Ablegers bekannt sein. Ein vermeintliches Schnäppchen unbekannter Herkunft ist nicht unbedingt die beste Möglichkeit, den eigenen Völkerbestand zu erweitern.
Besondere Bedeutung hat dabei die Amerikanische Faulbrut (AFB). Sie ist eine anzeigepflichtige Bienenseuche und betrifft die Bienenbrut. Beim Kauf und Verbringen von Bienenvölkern bestehen deshalb besondere seuchenrechtliche Vorschriften.
Ein Ableger ist nicht automatisch frei von Varroamilben
Die Bildung von Ablegern kann Bestandteil eines Varroakonzeptes sein. Je nach Art der Ablegerbildung kann dabei eine brutfreie oder brutärmere Phase entstehen, die sich gezielt für Maßnahmen gegen die Varroamilbe nutzen lässt. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Ableger automatisch varroafrei ist. Werden Brutwaben aus einem bestehenden Bienenvolk entnommen, können sich darin auch Varroamilben befinden. Der Käufer sollte deshalb wissen, wie der Ableger bisher behandelt wurde und wie das Varroamanagement nach der Übernahme fortgeführt werden soll.
Ein junges Volk braucht ebenso wie jedes andere Bienenvolk ein konsequentes Gesundheits- und Varroamanagement.
Gesundheitszeugnis und Bienenseuchenrecht
Wer einen Bienenableger kauft und an einen anderen Ort bringt, sollte die seuchenrechtlichen Vorgaben bereits vor der Abholung klären. Nach § 5 der Bienenseuchen-Verordnung ist für Bienenvölker, die an einen anderen Ort verbracht werden, grundsätzlich eine Bescheinigung des für den Herkunftsort zuständigen beamteten Tierarztes vorgesehen. Aus dieser muss hervorgehen, dass die Bienen als frei von Amerikanischer Faulbrut befunden wurden und der Herkunftsort nicht in einem Faulbrut-Sperrbezirk liegt. Die Bescheinigung ist nach dem Eintreffen der für den neuen Standort zuständigen Behörde bzw. einer von ihr beauftragten Stelle vorzulegen. Die Verordnung regelt außerdem die Gültigkeitsdauer der Bescheinigung.
Allerdings kann die zuständige Behörde Ausnahmen von diesen Vorgaben zulassen, wenn Belange der Seuchenbekämpfung dem nicht entgegenstehen. Deshalb können sich die konkreten Abläufe vor Ort unterscheiden. Für Käufer und Verkäufer bedeutet das: Das Gesundheitszeugnis und die örtlichen Vorgaben sollten vor dem Verbringen des Ablegers geklärt werden. Ansprechpartner ist das jeweils zuständige Veterinäramt.
Wie wird ein Bienenableger transportiert?
Ein Bienenableger ist kein gewöhnliches Paket. Beim Transport befinden sich zahlreiche lebende Bienen auf den Waben. Die Transportmöglichkeit muss deshalb bienendicht und gleichzeitig ausreichend belüftet sein. Vor allem eine Überhitzung muss vermieden werden.
Je nach Anbieter wird ein Ableger in einer speziellen Ableger- oder Transportbox abgegeben. In anderen Fällen bringt der Käufer eine geeignete Beute oder Transportmöglichkeit selbst mit. Vor der Abholung sollte deshalb geklärt werden, ob eine Ablegerbox im Angebot enthalten ist oder welche Transportmöglichkeit benötigt wird. Verkäufer und Käufer sollten außerdem abstimmen, wann der Ableger transportfertig verschlossen wird und wie lange der Transport voraussichtlich dauert.
Auch aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, einen Ableger bei einem Imker aus der eigenen Region zu kaufen: Kurze Wege erleichtern den Transport und Käufer und Verkäufer können die Übergabe direkt miteinander abstimmen.
Was kostet ein Bienenableger?
Einen allgemeingültigen Preis für einen Bienenableger gibt es nicht! Ein frisch gebildeter kleiner Ableger ist nicht mit einem kräftigen Ableger mit mehreren Brutwaben und einer bereits länger legenden Königin vergleichbar. Auch die Herkunft und Begattung der Königin können den Preis beeinflussen.
Weitere Faktoren sind unter anderem Wabenanzahl und Volksstärke, Jahreszeit, Wabenmaß, Transportbehältnis und die regionale Nachfrage. Auch der Zeitpunkt der Abgabe spielt eine erhebliche Rolle: Ein frisch gebildeter Ableger im Frühsommer und ein überwintertes Jungvolk im folgenden Frühjahr sind hinsichtlich Entwicklungsstand und Preis nicht unmittelbar miteinander vergleichbar.
Beim Preisvergleich lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen. Der günstigste Ableger muss nicht der preiswerteste sein. Entscheidender ist, welches Volk tatsächlich angeboten wird und in welchem Zustand es sich befindet.
Was passiert nach dem Kauf?
Nach der Übernahme beginnt für den neuen Besitzer die eigentliche Arbeit. Der Ableger wird an seinem neuen Standort aufgestellt und muss sich dort weiterentwickeln. Der Imker kontrolliert unter anderem die Brutentwicklung, Futterversorgung und Volksstärke und erweitert den verfügbaren Raum entsprechend der Entwicklung. Auch das Varroamanagement muss weitergeführt werden. Das große Ziel besteht darin, aus dem kleinen Ableger ein gesundes und ausreichend starkes Bienenvolk zu entwickeln, das gut vorbereitet in den Winter gehen kann. Und genau darin liegt ein besonderer Reiz eines Ablegers: Der Imker erlebt die Entwicklung seines neuen Volkes von Anfang an mit.
Bienenableger kaufen: Imker in der Nähe finden
Wer einen Bienenableger kaufen möchte, muss dafür nicht zwangsläufig weit fahren. Viele Imker bilden jedes Jahr Ableger und geben einen Teil ihrer Jungvölker an andere Imker ab. Ein Kauf in der Region hat praktische Vorteile. Die Transportwege für die Bienen bleiben kurz, eine persönliche Übergabe ist leichter möglich und Fragen zu Königin, Wabenmaß, Varroabehandlung oder Entwicklung des Volkes können direkt mit dem abgebenden Imker geklärt werden. Gerade für Neuimker kann ein solcher persönlicher Kontakt wertvoll sein.
Als wir mit unserer damaligen Imkerei Silvanus starteten und Völker zum Kauf suchten, wollten uns die Mitimker unseres Frankfurter Vereins keine verkaufen – wir hatten unsere Imkerei erst gegründet. Die persönliche Eignung konnte in Frankfurt nicht eingeschätzt werden, denn sie lag im Osten der Republik … Vertrauen muss auf beiden Seiten vorhanden sein – besonders für den Umgang mit den lieben Kleinen.
Über Imker-Finder.de kannst du nach Imkern in deiner Region suchen und herausfinden, welche Imkereien Ableger oder andere Bienenprodukte anbieten.
Denn beim Kauf eines Bienenablegers geht es um mehr als einige Waben voller Bienen: Es ist der Anfang eines neuen Bienenvolkes.
Weitere spannende Themen rund um die Imkerei
Wer mehr über die Produkte und die Arbeit eines Imkers erfahren möchte, findet hier weiterführende Themen:
- Honig – das bekannteste und vielseitigste Produkt der Honigbiene
- Wabenhonig – die ursprünglichste Form des Honigs
- Propolis – das natürliche Kittharz der Bienen
- Bienenwachs – wertvoller Rohstoff für Kerzen, Kosmetik und mehr
- Bienenwachskerzen – nachhaltige Kerzen mit natürlichem Duft
- Blütenpollen– die Eiweißquelle des Bienenvolkes
- Gelée Royale – das besondere Futtersaftprodukt der Honigbienen
- Honigbonbons – mehr als nur Süßigkeiten
- Bienengift – ein außergewöhnliches Bienenprodukt mit langer Tradition
- Bienenluft – fliegendes Propolis direk aus dem Dachfenster
- Bärenfang – aromatischer Honiglikör mit Tradition
- Oxymel – Honig und Essig mit jahrtausendealter Geschichte
- Met – Honigwein, eines der ältesten alkoholischen Getränke der Menschheit
- Kosmetikprodukte auf Basis von Bienenprodukten
- Imker sein – die vielfältigen Aufgaben eines Imkers im Jahresverlauf
Die Arbeiten eines Imkers im Jahresverlauf
Jede Jahreszeit bringt eigene Aufgaben mit sich, wobei die Übergänge fließend und oft wetterabhängig sind:
Frühling – Auswinterung, Volksentwicklung und Schwarmzeit
Sommer – Honigernte, Ablegerbildung und Völkerführung
