Blütenpollen

Blütenpollen – das natürliche Sammelgut der Bienen

Blütenpollen gehören zu den ursprünglichsten Imkerprodukten überhaupt. Sie entstehen direkt beim Sammelflug der Bienen und sind die wichtigste Eiweißquelle im ganzen Bienenvolk. Für uns Menschen sind Blütenpollen vor allem eines: ein naturbelassenes Produkt aus der Imkerei, dessen Herkunft du transparent nachvollziehen kannst.

Wie stellen Bienen Blütenpollen her?

Eigentlich stellen Bienen Blütenpollen gar nicht her – sie sammeln sie gezielt ein. Das läuft so ab:

  • Beim Besuch von Blüten bleiben unzählige winzige Pollenkörner am Körper der Biene haften
  • Die Biene bürstet diese mit ihren Beinen sorgfältig ab
  • Mit etwas Nektar oder Speichel werden die Pollenkörner zu kleinen, festen Kügelchen geformt
  • Diese sogenannten Pollenhöschen trägt die Biene dann an den Hinterbeinen zurück in den Stock

Wenn du im Sommer mal genau hinschaust, kannst du die bunten Pollenpäckchen an den Bienen manchmal sogar mit bloßem Auge erkennen – gelb, orange, manchmal sogar grau oder grün, je nachdem, welche Blüten gerade blühen.

Was machen Bienen mit Blütenpollen?

Sie sind die Hauptquelle für Eiweiß, Aminosäuren und Mineralstoffe. Ohne die Pollen können die Bienen ihre Brut nicht aufziehen, da die wichtigen Nährstoffe fehlen. Die Bienen verarbeiten die überschüssigen Pollen zu Bienenbrot (Perga), das sie einlagern. Denn gerade im Frühjahr ist das Vorhandensein von ausreichend Pollen entscheidend für die Entwicklung des Volkes.

Ohne genug Blütenpollen kann ein Bienenvolk einfach nicht gesund wachsen – die Brut verhungert oder entwickelt sich nicht richtig. Daher sind besonders die Pollenspender Efeu, Haselnuss und Weide für den Imker bzw. die Bienen von Bedeutung.

Wie gewinnt der Imker Blütenpollen?

Die Gewinnung von Blütenpollen erfolgt kontrolliert und schonend. So geht’s:

  1. Vor dem Flugloch wird eine spezielle Pollenfalle angebracht
  2. Beim Einflug ins Flugloch streift die Biene einen kleinen Teil ihrer Pollenhöschen an einem Gitter ab
  3. Die abgestreiften Pollen fallen in eine Sammelschublade darunter
  4. Der Imker leert diese Schublade regelmäßig – am besten täglich, damit die Pollen frisch bleiben (sie schimmeln schnell)
  5. Anschließend werden sie gereinigt, von kleinen Verunreinigungen befreit und schonend getrocknet

Verantwortungsvolle Imker entnehmen wirklich nur einen kleinen Teil der Pollen – meistens zwischen 10 und 30 Prozent. So bleibt das Bienenvolk jederzeit gut versorgt und die Brut bekommt, was sie braucht.


Was macht man mit Blütenpollen? – Verwendung & Produkte

Blütenpollen werden traditionell auf verschiedene Weise genutzt, unter anderem als:

  • naturbelassenes Imkerprodukt zum direkten Verzehr (Teelöffel, Messerspitze)
  • Zutat in Müslis, Joghurt oder Smoothies – sie haben einen leicht süßlichen, manchmal etwas herben Geschmack
  • Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln
  • regionales Naturprodukt direkt aus der Imkerei, auch als Honig & Blütenpollen

Wichtig zu wissen: Blütenpollen gelten rechtlich nicht als Arzneimittel. Deshalb dürfen Imker oder Händler auch keine gesundheitsbezogenen Versprechen machen – auch wenn viele Menschen Blütenpollen aus Tradition schätzen.

Hinweis für Endkunden: Blütenpollen sollten frisch sein, sauber verarbeitet und am besten aus regionaler Imkerei stammen. So weißt du, was du bekommst, unterstützt gleichzeitig die Imker vor Ort und für dich sind die Pollen deiner Umgebung relevant (nicht Südamerika oder Asien).

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